Ergebnisse meiner Politik

 
 

Seit meiner Vereidigung als Bürgermeisterin ist in Zossen viel passiert. Meine Amtszeit startete allerdings unter keiner guten Prognose. Denn sehr schnell musste ich feststellen, dass wir für 2020 keinen ausgeglichenen Haushalt aufstellen können und zudem alle Rücklagen mit dem Jahresabschluss 2018 aufgebraucht wird. Folglich musste ein Haushaltssicherungskonzept erstellt werden, welches dann in der SVV beschlossen und von der Kommunalaufsicht genehmigt werden würde. 

Ebenfalls war ich gezwungen, im gleichen Atemzug die Gewerbesteuer von 200 % auf 270 % zu erhöhen. Dieser Akt fiel mir nicht leicht, da ich im Wahlkampf immer wieder geäußert haben, dass ich gegen Steuererhöhungen bin. Letztendlich sehe ich aber in der Erhöhung der Gewerbesteuer die einzige Möglichkeit, neben diversen Sparmaßnahmen, den Haushalt der Stadt Zossen nachhaltig zu sanieren. Denn der Gewerbesteuerhebesatz von 200 % ist der eigentliche Auslöser unseres Dilemmas. Auch wir als Kommune müssen Steuern zahlen. Diese Steuern werden unter den sogenannten “Transferaufwendungen” zusammengefasst. Den größten Anteil dieser Aufwendungen stellen die Kreisumlage und die Finanzausgleichsumlage dar. Die Bemessung der Kreisumlage erfolgt nicht nach den tatsächlichen Gewerbesteuereinnahmen. Es werden hierfür fiktive Einnahmen zugrunde  gelegt. Diese Annahme bezieht sich auf den durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz aller Gemeinden unseres Landkreises bzw. unseres Landes. Das führte dazu, dass wir im Jahr 2020 und 2021 mehr Abgaben an den Kreis und an das Land zahlen mussten. Hinzu kommt, dass die Fälligkeit der Kreisumlage immer zwei Jahre in der Zukunft erfolgt. Das heißt, die Zahlungen für die Einnahmen aus 2018 müssen im Jahr 2020 geleistet werden und die Zahlungen für die Einnahmen aus 2019 müssen 2021 erfolgen.  

Dieses 2021 haben wir alleine knapp 18 Mio. EUR Finanzausgleichsumlage an das Land bezahlt und ca. 42. Mio. an den Landkreis in Form der Kreisumlage. 
Ja, das sind enorme Summen, die uns in unserem städtischen Haushalt an allen Ecken und Enden fehlen. Die Befürchtung, dass unsere größten Steuerzahler die Stadt Zossen verlassen werden, ist nicht eingetreten. 

Ich habe mit allen Investoren und Großunternehmen persönlich gesprochen und die finanzielle Situation in der Stadt Zossen beschrieben. Viele sind mit und durch Zossen gewachsen. Das Verständnis und die Unterstützung unserer Gewerbetreibenden sind enorm. 

Vielen Dank an dieser Stelle!

Trotz der brisanten Haushaltslage hat Zossen in den letzten zwei Jahren sowohl politisch als auch wirtschaftlich einen Aufschwung durchlaufen. So haben wir beispielsweise erstmalig keine Erziehermangel und konnten dadurch neue Kitaplätze in unseren vorhandenen Einrichtungen schaffen. Mit dem Jahresabschluss 2020 sind wir auch finanziell besser gestellt. Aktuell laufen die Planungen für den Doppelhaushalt 2023 und 2024 auf Hochtouren. Wir rechnen fest damit, dass wir der SVV eine positive Haushaltsplanung vorlegen können.